Mindfulness to go

By Christian

28 Mar

Gedanken über unsere Beziehung zum Smartphone

02:43

Ich bin gerade aufgewacht und liege noch im Bett. Meine Augen sind geschlossen. Mein erster Gedanke geht an eine Studie, von der ich gestern gehört habe, dass nämlich eine Durchschnittsperson pro Jahr so oft das Handy berührt, also berührt und wischt und drückt und macht … eine Million Mal, eine Million Mal berührt also die Durchschnittsperson das Handy.

Und das hat mich wirklich sehr zum Nachdenken gebracht. Denn ich kenne das auch selbst und ich kenne das auch von meinen Kursteilnehmern, dass man sich fast ein bisschen unvollkommen oder nackt fühlt oder auch verletzlich, wenn das Handy mal nicht dabei ist oder nicht in Griffweite. Und dass so ein Handy ja wirklich das Mittel der Wahl ist oder der erste Kanal ist, sowohl im privaten oder persönlichen als auch im sozialen und im Berufsleben. Viele Leute gucken ja auch da auf ihr Handy.

Und in der Studie stand auch, dass es mehr aktive Handys auf der Welt gibt, als Menschen. Also viele scheinen auch mehr als ein so ein Ding zu nutzen und zu besitzen.

Und es ist ja so, dass so ein Handy gleichzeitig verbinden kann und auch irgendwie trennen kann. Denn, wenn ich so drüber nachdenke, so ein Handy ist ja, wenn ich es jetzt auch gerade in der Hand halte, um das aufzunehmen, es ist schon so zwischen mir und der Welt oder zwischen mir und der Umgebung platziert. Und häufig zumindest, wenn ich jetzt drauf gucken würde, dann würde mich es mich auch ein Stück weit trennen von der Umgebung.

Aber jetzt habe ich die Augen noch zu, äußere nur meine Gedanken und nehme das Ganze auf. Ich nehme mir vor, heute ein bisschen weniger auf mein Handy zu gucken oder zumindest so bewusst zu sein dabei, dass ich mich nicht völlig ausblende aus der Umgebung.

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